Wir freuen uns, dass Sie sich für das Klinische Krebsregister Niedersachsen | KKN interessieren.

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Geplant war, die Umsetzung des am 9. April 2013 in Kraft getretenen Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) in enger Einbindung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) zu organisieren. Diese hat in der Kammerversammlung am 24. September 2014 die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, ein flächendeckendes klinisches Krebsregister aufzubauen und alle dafür notwendigen Maßnahmen zu treffen.

Der Niedersächsische Landtag beschloss – nach ausführlichen Beratungen im Ausschuss – am 14. September 2016 die Übertragung von Aufgaben der klinischen Krebsregistrierung in Niedersachsen: die ÄKN und die Zahnärztekammer Niedersachsen bekommen die Aufgaben des KFRG nach Weisung übertragen. Mit dem Aufgabenübertragungsgesetz (Gesetz über die Übertragung von Aufgaben der klinischen Krebsregistrierung in Niedersachsen (GAufgKKN)) schaffte das Land die Voraussetzungen für die Umsetzung des KFRG.

Die Konzeption wurde unter anderem gewählt, weil die ÄKN als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung nach
§ 9 Absatz 1 Nr. 3 HKG (Kammergesetz für die Heilberufe) bereits die Qualitätsentwicklung und -sicherung im Gesundheitswesen sowie die Förderung der beruflichen Fortbildung der Kammermitglieder umsetzt. Neben dieser fachlichen Nähe zu den Aufgaben nach dem KFRG verfügt das Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen, eine Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen, über langjährige Erfahrung in der systematischen Dokumentation medizinischer Daten, der Entwicklung und Durchführung von Projekten zur Qualitätsverbesserung sowie der Initiierung und Begleitung von Qualitätskonferenzen, medizinischem Qualitätsmanagement und Registerbetrieb. Entsprechend richtete die ÄKN bereits 2015 im Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen zur Erlangung eines Zuschusses der Deutschen Krebshilfe die Projektgruppe „Gründung KKN | Klinisches Krebsregister Niedersachsen“ ein. Seit Januar 2017 arbeitet das Klinische Krebsregister Niedersachsen innerhalb der ÄKN als eigener Geschäftsbereich; dies vor dem Hintergrund der zu erfüllenden Förderkriterien des GKV-Spitzenverbandes.

Allerdings sieht der aktuelle politische Wille einen Wechsel des Trägers vor: anstelle des geplanten Zweckverbandes der Ärzte- und der Zahnärztekammer tritt eine Anstalt öffentlichen Rechts in der Trägerschaft des Landes. Das GAufgKKN vom September 2016 wird aufgehoben und die Aufgaben einer noch zu gründenden, selbstständigen Anstalt übertragen.

Beim KKN sollen künftig alle Meldungen in einem webbasierten Melderportal elektronisch erfasst werden. Die bestehende Meldepflicht nach dem Gesetz über das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen gilt damit ebenfalls als erfüllt. Die bislang über ONkeyLINE bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen dokumentierten Nachsorgeuntersuchungen entfallen zukünftig. Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen und das KKN werden nach einem strengen Rollen-Rechte-Konzept eng zusammenarbeiten.

Diese Website besteht solange, bis das Klinische Krebsregister Niedersachsen als Rechtspersönlichkeit gegründet wurde.